Hucky und Tina Roth
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26. SEPTEMBER  2009
PONZA  GRANDE  2. 274 m
1.480 Hm 

Samstag – ab noch Fusine in Valromana, aufe zu de Laghi di Fusine, endlich wieda amol auf an Klettersteig. Wetter is noch neblig, de Felsn ziemlich wolkenverhongan. Bis zum Rif. Zacchi – a Stufn noch der onderen, ätzt a bissale, oba noch 45 Minuten sin ma bei da Hittn.  Oje – „ Via della Vita“ auf de Veunza (unser Ziel) is leida gsperrt; „Via Italiana“  auf’n  Mangart – dieselbe Kakke.

Wer die Wahl hat, hat die Qual – des fällt fir uns jetzt floch,  umdrehn gibs nit - es bleibt nur da Steilaufstieg auf die Ponza Grande mit ana kurzen, knackigen Ferrata  am Gipfeldreieck (total nei und bestens versichert). De Sunn is kaum zum Segn, trotzdem is de Stimmung a Wohnsinn.

Nebelfetzen streichen üba de Felsn, ob und zua sieht ma den an oder onderen Zackn oder Gipfel, monchmal a klaner, blauer Fleck am Himmel und absolut still is do aufi und ausser uns zwa – kane Leit, kane Viecher – 1.000 Höhenmmeta anfoch nix. Nur am höchsten Punkt is a Gruppe vom slowenska AV und beim Obsteign aufm schmolen Steig, a klana, schworzer „Wegwaggl“ (übersetzt -  Salamander).

Vom Gipfel bis zan Auto san um de 1.400 Hm – aufi ka Problem, oba obi beißt’s, brennts und kitzelts gonz scheen in de Haxn. Wos solls – untn beim Lago: Schuach aus, Sockn aus, Hosn aufe und eini ins Wossa. Na, nit bis zu de Knia, es reicht bis za de Knöchl – in 5 Sekunden sand de Sprudler (Haxn) eisgekühlt. Nix brennt mehr: Das nennt man in unsrem Lieblingsnachbarland: Eisbein!

Und  a klane Gschicht für Bergfexe:
Beim Capuccino in Tarvisio  saß am Nebentisch Nives  Meroi.
Wer? Wie? Was?
Nives ist italienische Bergführerin aus Fusine (Weißenfels) und zählt zu den besten und erfolgreichsten Höhenbergsteigerinnen der  Welt. Gemeinsam mit ihrem Mann Romano hat sie bereits 10 der vierzehn Achttausender bestiegen. Nives: „Das ist ein großes Glück und nur möglich, wenn man dieselbe „Sprache“ spricht. Ihr liebster Berg in den Alpen:  Ihr Hausberg, der Mangart (2.677 m)  - sie kann ihn von ihrem Wohnzimmer aus sehen.

WEITARE BÜLDA... FINDEST UNTER "BÜLDA".




27. SEPTEMBER  2009
ACHOMITZER ALM  1.734 m
1.050 Hm  -  40 Km 

Wetterprognose a Traum - ab zum Biken noch Tarvisio und in de Gailtaler Berg. Starten  bei der  Luschari-Gondel um zehne am Vurmittog – floch obe übern Radlweg noch Malborghet.  Wos jetzan - des Wochenend is jo wia verhext – heit is a dos Vallone di Malborghetto gsperrt, chiuso. Treten retour noch Ugovizza –  donn leicht onsteigend Richtung Lom Sottel und üba de neiche Hubertus Kappele ume zum Schönwipfel Schutzhaus. Worm is leida überhaupt nit – 10 vielleicht 12 Grad mit da kurzn Hosn, do merkst wia de Ganslhaut aufsteigt. Also wor ma mit  auf de verkürzte Route gor nit so beleidigt. Neben dem Schutzhaus (Name kommt von Schützen. De Hittn muast nämlich schützen – sunst follt se von selber zsam!) liegt glei de Malga Acomizza – und von der geahts nur mehr obwärts. A Downhill – breit und schottrig, bei Top Verhältnisse super zan Bolzen. Nur heit bei fost Minus Graden - Finger kolt, Knia und Zachn obgstorbn – Gsicht eingfror’n.

Dos wor vielleicht a Spaß – do konn uns a da Capuccino, dos Tiramisu gstohln bleiben – nix wia ham – eini ins Auto und Sitzhazung auf  5!
Ciao!!!







4:52 Stunden

Jaaaaaa – ich schrie so laut ich konnte -
Kleine Scheidegg – geschafft –
42,195 km – 1.900 Hm
Jungfrau Marathon

Doch nun – das letzte Weekend im Stenogramm Stil:

Die „Reise“ geht nach Interlaken, mit dabei zwei nette Freunde Guido und Heimo. Abfahrt bei uns in der Beete am Donnerstag, 3. September 2009 um 6:00 Uhr. Ich traute meinen Augen nicht........... es heißt immer Frauen nehmen viel und alles mit....... hallo, da kennt ihr Guido und Heimo nicht. Der Kofferraum vom Sharan - bum voll mit Turnschuhen, Essen, (Kasnudel, Hirseflocken, Quellwasser aus der Lölling - alles aus heimischer norischer Region), Rucksäcken, Beautykoffer, Fotos vom Spatzi und Bilder von Guttaring und Umgebung...und...und....und....

Endlich nach 540 Minuten Autofahrt mit unserem Packesel VauWeh sind wir gut in der Schwyz angekommen. Alles aussteigen, alles auspacken - Auto-Wohnung-Auto-Wohnung – fast eine Intervall Trainingseinheit.  Gleich weiter – wozu eine Pause - sofort zum Shopping in die Interlaken-City und erstes beschnuppern des Startgeländes. Klitzekleine innerliche Unruhe macht sich bemerkbar – Puls nicht mehr im Normbereich – ah, nennt man wahrscheinlich Vorfreude.

Freitag nach dem gemeinsamen Frühstück, geht’s ab zur Runing-City um das Startpackerl abzuholen. In der Expo (neue Laufschuchlinge) und in der Chocolateria  (Berge von weißen, hellen bis dunkelst braunen Gaumenfreuden – dick, dünn, rund oder eckig) konnten wir uns nicht mehr im Zaum halten, räumten den halben Laden aus und  schritten voll bepackt nach Hause. Aber Laufguru Guido war mit seiner Ausbeute noch nicht ganz zufrieden, spurtete nochmals zurück in die Choco-City und ward 2 Stunden verschollen, unauffindbar. Heimo und ich wurden schon unruhig........ nicht unbegründet wie sich herausstellte. Um ca. 20:30 Uhr ging die Tür zu unserer Wohnung auf und unser St.Veiter Laufpapst stand blutüberströmt im Türstock. Ein leicht nasser Fliesenboden hat ihm die Gazellen-Füßchen „weggezogen“ – ein kapitaler Brezen in eine Säulenkante war nicht mehr zu verhindern. Nase geplatzt, Blut in Bächen – drei Nähte – Gesicht schön und liab wie eh und je. Keine Schönheits OP erforderlich.

Alle Schutzengerl waren bei Guido’s Brez’n vor Ort – gut für Guido – für sein Ziel (3:59) aber leider ein zu großes und schmerzhaftes Handycap (Knie und -scheiben waren leider auch beleidigt – nicht nur sein Riecherl). Und – gut auch für mich – selbstlos, obwohl nicht schmerzfrei und vor allem traurig (na, nit vielleicht – is jo ka Betonklotz – sondern gonz a liaba Kerl) stellte er sich für mich als „Hase“ zur Verfügung.  Manchmal war das Kommando „Tina Gas, Tempo, nicht träumen“ – dann wieder „herausnehmen, einen Gang retour, nicht bolzen, geht guat Tina......“

Aber ich musste nicht nur Laufen, die Eindrücke musste ich ja auch noch irgendwie unterbringen und einsaugen: Tausende Zuschauer, hunderte kleine und riesengroße Kuhglocken, Alphörner und Alphornbläser und alles bei Himmel azurblau, die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau weiß angezuckert – und 4120 „Damische“ aus 60 Nationen – liefen, hatschten, gingen, spurteten oder quälten sich – mit mir hinauf zum Ziel auf  2.200m.

Die letzten 100 Meter, wie ein Happy End – gemeinsam liefen wir Hand in Hand durchs Ziel auf der Kleinen Scheidegg. Oben auf der Scheidegg bachlwarm, Sonne kommt bündelweiß – bald kommt auch Heimo – unser Kasnudel- und Ernährungsexperte aus der norischen Region ins Ziel. Auch er hatte Knieprobleme – gleich bei beiden, aber mit Kärntner-Kämpferherz und mit Altis Krappfeld Trittfrequenz rennt er den Zielbogen nieder. Der Abschluss dieses tollen Tages waren Bier, Wein und, und, und....

He Bua jauchz noch amol her.........................................

Danke – Guido, für deine Begleitung, deinen selbstlosen Lauf  und dieses einmalige Erlebnis und vor allem Ergebnis.
Danke auch an Heimo, denn besten Beifahrer wo gibt.
Danke aber vor allem meinem Coach Gerhard Amtmann (www.sportproject.at), der es jetzt schon zum dritten Mal (Ironman, GoreTexTransRun, Jungfrau-Marathon) schaffte mich auf den Punkt „hinzutrimmen“ und glaubt mir er hatte es mit mir nicht immer leicht.

Kommentar  Hucky (Gatte):
Von wegen „Hand in Hand“ mit Guido durchs Ziel... ....das war die Schilderung des Jungfrau Marathons meiner „zukünftigen Exfrau –Tina, die Hexe Roth“.


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